• Markus Mauthe

BUNTSPIEGEL - Juli 2020




Die BUNTDENKER setzen sich ein für die Freiheit des Wortes. Nie zuvor war der Mensch in der Lage, sein Wissen aus so vielen unterschiedlichen Informationsquellen zu schöpfen wie heute. Gleichzeitig war es nie so schwer, Fakten von Manipuliertem oder Falschbehauptungen zu unterscheiden, Wichtiges von weniger Wichtigem. Der monatliche BUNTSPIEGEL möchte eine kleine Auswahl an Beiträgen anbieten, die wir im WWW gefunden haben und für unsere Kernthemen Nachhaltigkeit und Toleranz als besonders wichtig erachten. Oft handelt es sich um Meldungen und Reportagen, die es nicht bis in die ganz großen Schlagzeilen und gesellschaftlichen Debatten schaffen. Zur Meinungsbildung und Handlungs- sowie Haltungsentscheidung können sie nach unserer Einschätzung aber einen Beitrag leisten.


3. Juli 2020




Das Ende des Frühlings


Knapp 10.000 Jahre lang bot die Erde dem Menschen eine klimatisch stabile Bühne für das Stück namens Menschheitsgeschichte. Hochsommerliche Nachrichten vom Polarkreis zeigen: Diese Bühne ist akut gefährdet.


Wir hatten also knapp 10.000 Jahre derart zuverlässige Bedingungen, dass die Erde uns eine stabile Bühne geboten hat für das Stück namens Menschheitsgeschichte - an ihren Rändern blieb das Eis aus der vormaligen Glazialzeit wie ein Bühnenvorhang übrig. Jetzt fängt diese Bühne an auseinanderzufallen wie ein Kartenhaus. Dass es in Sibirien nördlich des Polarkreises an einigen Junitagen wärmer war als in Miami und zwar jemals in Miami im Juni, zeigt, dass das, was wir unter stabilen Klimazonen verstehen, seine Gültigkeit verliert.



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7. Juli 2020





Brazilian court orders 20,000 gold miners removed from Yanomami Park


  • The Yanomami Park covers 37,000 square miles in the Brazilian Amazon on the Venezuelan border; it is inhabited by 27,000 Yanomami. Soaring gold prices have resulted in a massive ongoing invasion of the indigenous territory by gold miners who are well supported with monetary backing, heavy equipment and aircraft.

  • On 3 July, a federal judge issued an emergency ruling ordering the Jair Bolsonaro administration to come up with an immediate plan to stop the spread of the pandemic to Yanomami Park, a plan which must include the removal of all 20,000 invading miners within ten days. Brazil’s Vice President pledges to back the plan.

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7. Juli 2020





Judge suspends Dakota Access pipeline over environmental concerns


A federal judge has sided with the Standing Rock Sioux tribe and ordered the Dakota Access pipelineto be shut down until a more extensive environmental review is carried out.


In December 2016, the Obama administration denied permits for the pipeline to cross the Missouri River and ordered a full environmental review to analyze alternative routes and the impact on the tribe’s treaty rights. In his first week in office, Donald Trump signed an executive order to expedite construction. Construction was completed in June 2017.

The tribe challenged the permits – and won. As a result, the corps was ordered to redo its environmental analysis, which it did without taking into consideration tribal concerns or expert views.


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9. Juli 2020





Wale, Lemuren & Feldhamster sehen Rot


Globaler Arten-Gau: WWF zum Update der Roten Liste


Die Weltnaturschutzunion IUCN hat ein Update für die Internationale Rote Liste der bedrohten Arten vorgelegt. Insgesamt sind mit der Aktualisierung nun 120.372 Tier- und Pflanzenarten wissenschaftlich auf der Roten Liste erfasst. Über ein Viertel davon in den höchsten Gefährdungskategorien. Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland, sprach angesichts der neuen Zahlen von dem „größten Artensterben seit Verschwinden der Dinosaurier“ und warnte vor den dramatischen Folgen für den Menschen.


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13. Juli 2020














Klimaforscher: Zusammenbruch der Zivilisation ist der wahrscheinlichste Ausgang


Die Klimakrise droht, katastrophale Konsequenzen für die Menschheit zu haben. Einige Entwicklungen lassen sich kaum mehr aufhalten, warnen Klimaforscher*innen. Die Welt müsse den „planetaren Notstand“ als solchen behandeln.


Wir müssen etwas tun, um die Erderwärmung zu stoppen – das steht schon lange fest. Die Situation ist allerdings ernster, als vielen bewusst ist. „Wir befinden uns bereits weit auf der Fluglinie Richtung Zusammenbruch“, sagte der Klimawissenschaftler Will Steffens dem Portal„Voice of Action“.

Steffens befürchtet, dass die Menschheit bereits eine „globale Kipppunkt-Kaskade“ angestoßen hat, die die Erde zu einem „Treibhaus“ werden lasse. „Kipppunkte“ sind kritische Schwellen im Klimasystem. Wenn sie erreicht werden, lassen sich Veränderungen nicht mehr aufhalten oder umkehren.

Steffens zufolge sind 15 globale Klima-Kipppunkte bekannt. Neun davon seien bereits aktiviert, etwa der Amazonas-Kipppunkt, sowie der des Westantarktischen Eisschildes und des Grönländischen Inlandeises. Die ultimative Frage sei: „Haben wir bereits die Kontrolle über das System verloren? Ist der Zusammenbruch jetzt unvermeidlich?”


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15. Juli 2020




Weltweiter Methanausstoß steigt auf Rekordwert


Zum Großteil menschengemacht: 600 Millionen Tonnen Methan sind 2017 in die Atmosphäre gelangt. Die Treibhauswirkung des Gases ist deutlich höher als die von CO2.


Der weltweite Ausstoß des Treibhausgases Methan hat laut aktuellen Studien einen neuen Höchststand erreicht. Im Jahr 2017 gelangten Hochrechnungen zufolge knapp 600 Millionen Tonnen des Gases in die Erdatmosphäre, mehr als die Hälfte davon durch Aktivitäten des Menschen. Verglichen mit dem jährlichen Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2006 hat sich der jährliche Ausstoß damit um rund 50 Millionen Tonnen erhöht – ein Zuwachs um neun Prozent.


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16.07.2020




Deutschlands Wäldern geht es so schlecht wie nie zuvor


Die schlechten Nachrichten rund um den deutschen Wald reißen nicht ab: Erst vor wenigen Monaten warnte das Bundeslandwirtschaftsministerium vor massiven Waldschäden in Deutschland. Schon damals hieß es, das Schlimmste stehe noch bevor. Die Schäden in deutschen Wäldern haben nun ein historisches Ausmaß erreicht, erklärten Forstwissenschaftler in Berlin. "Wir erleben gerade die schwerwiegendste Waldschaden-Situation seit Beginn der geregelten nachhaltigen Waldbetreuung und Waldbewirtschaftung, das heißt also seit mehr als 200 Jahren", sagte Waldschutz-Professor Michael Müller von der Technischen Universität Dresden. Auslöser seien Stürme, eine Massenvermehrung von laub- und nadelfressenden Insekten sowie die trockenen Jahre 2018 bis 2020. "Diese Kombination gab es bisher nicht."


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17.07.2020




CO₂-Gehalt in der Atmosphäre bricht Rekorde


Die Konzentration des Treibhausgases wird bald höher sein als je zuvor in den vergangenen Jahrmillionen. Aber was bedeutet das für die Zukunft?


Schon 2025 wird vermutlich so viel CO₂ in der Atmosphäre sein wie seit etwa 3,3 Millionen Jahren nicht mehr, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Scientific Reports. Im damaligen Zeitabschnitt, dem Pliozän, war es deutlich wärmer als heute, im Schnitt zwei bis vier Grad. In der Antarktis wuchsen Bäume, Gazellen sprangen durch Europa, und der Meeresspiegel war 15 bis 25 Meter höher.


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21.07.2020




Waldzustandsbericht Afrika überholt Südamerika bei Abholzung


Nirgendwo verschwinden so viele Wälder wie in Afrika, zeigt ein Bericht der Uno. Besonders die Tropen sind betroffen.


Afrika ist in den vergangenen zehn Jahren zum Brennpunkt der weltweiten Waldverluste geworden, berichten Experten der Uno-Landwirtschaftsbehörde FAO in einer Sonderauswertung des Waldzustandsberichts 2020. Demnach hat Afrika bei der jährlichen Fläche der Entwaldung Südamerika überholt.

Grund für die Abholzung in Afrika ist laut Experten das hohe Bevölkerungswachstum, das Kleinbauern dazu zwingt, mehr Flächen zu roden, um ihre Existenz zu sichern. Doch auch ausländische Investitionen beschleunigen die Abholzung. "Mehr als 90 Prozent der Abholzung findet in den Tropen statt", heißt es in der Auswertung. In Afrika sind allein im vergangenen Jahrzehnt im Schnitt rund 3,9 Millionen Hektar Waldfläche pro Jahr verloren gegangen. In Südamerika betrug der jährliche Verlust 2,6 Millionen Hektar.


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23.07.2020




Klimawandel: Forscher prognostizieren stärkere Erderwärmung


CO2-Verdopplung in den nächsten 60 bis 80 Jahren möglich


Nach aktuellem Wissensstand liege die Chance, dass die Erwärmung unter zwei Grad bleibe, bei nur fünf Prozent, berichten die Forscher. Das Szenario erschient also sehr unwahrscheinlich. Das Risiko, dass sich die Erde durch eine Verdopplung des CO2-Gehalts in der Luft um mehr als 4,5 Grad erwärme, liege dagegen immerhin zwischen sechs und 18 Prozent.


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